Amaretto, che cosa succede  
     
 

Zugegeben, es gibt weitaus vorteilhaftere Bilder von einem stolzen Jungkater als eben dieses. Aber Heidi sagt, wer sich in den Kopf setzt als erster geboren zu werden und das auch noch mit dem Po voraus, der muss schon etwas besonderes sein und dann hat sie auch gleich das erste Bild von mir gemacht.

 Wir sind kurz nach 16 Uhr durch Kaiserschnitt zur Welt gekommen. Am 4. Juli 05, Unabhängigkeitstag, wann sonst.

Um 17 durften wir wieder nach Hause, in einem Körbchen in dem auch unsere benusselte Mama liegt, mit einer vor stolz schier aus allen Nähten platzenden Menschentante und einer nicht minder stolzen Menschenoma.

Der Tierarzt hat gesagt, dass wir nun mindestens 24 Stunden lang beobachtet werden müssen, eben, damit Mama nicht auf die Idee kommt uns zwischen ihr Frühstücksbrot zu klemmen und damit wir es kuschelig warm haben. Eigentlich sollten wir auch innerhalb von 1 Stunde etwas zu essen bekommen und unsere Bäuchlein sollten geleckt werden und überhaupt. Aber Katzenmama pennt oder guckt uns an, wie wenn wir von einem fremden Stern kämen.

Meine Mama ist etwas beduselt und weiss nicht wirklich was oder wer wir sind. Hoffentlich hält sie uns nicht für etwas missglückte Mäuse und will uns fressen... Das hätte uns gerade noch gefehlt... viel grösser als Mäuse sind wir auch in der Tat nicht. Ich wiege 101 Gramm und meine Schwester 129 Gramm, Brüderchen liegt mit 111 Gramm im Mittelfeld

 

Zu allem Überfluss bin ich auch nicht der einzige Prinz in diesem Körbchen. Da gibt es noch einen Bruder, der ja soweit noch erträglich ist und eine Schwester die ohne Punkt und Komma schreit.

 

 
 

 

 
  Heidi, unsere Queen Mom, und Annemarie sind müde, weil wir ja schon seit 2 Tagen erwartet werden und es nicht die erste Freinacht in Folge ist, die sich Heidi um die Ohren schlagen wird.

Damit wir's mollig haben und weil auch der Kreislauf von Mama noch nicht so top ist, kriegen wir eine in Plüsch gewickelte Wärmflasche untergepackt und dann werden wir mit  dem Zeigefinger an unseren Bäuchlein ganz fein massiert.

Immer wieder setzt man uns an die Pipeline unserer Mutter, aber so genau wissen wir nicht, was wir da sollen.

Vorsichtshalber haben die Menschen vom Tierarzt noch Katzenmilch mitbekommen. Und da kriegen wir gegen Mitternacht ein paar Tropfen eingeträufelt. Mir schmeckt das und Heidi hat eine Zitze meiner Mutter damit eingeschmiert und jetzt habe ich auch verstanden, dass das von nun an einer meine Lieblingsplätze werden wird.

So nach und nach haben  auch meine Geschwister verstanden um was es geht.

 

 
 

 

 
  Praktisch ist, dass Mamas Bauch rasiert ist und wir nicht noch gegen den Pelz ankämpfen müssen.

Heidi hat jedem von uns ein Zopfgummi umgelegt, weil wir noch viel zu klein sind um ein Halsband zu haben. Andererseits sind wir nicht so gut zu unterscheiden, denn bekanntlich sind alle Katzen grau - zumindest, wenn sie Korats sind und die welche hier im Haus sind.

Einen Namen habe wir jetzt auch alle. Ich bin Amaretto che cosa succede... mein Bruder heisst Antonio del arancione und Amanda Flitzelina non ho tempo und alle sind wir aus dem Hause Fairyhills.

 

 
  Nach einigen Tagen hat Mama Keona dann auch angefangen uns sauber zu machen und einmal abgesehen davon, dass sie sich ab und zu auf uns legte und immer durchs Haus schleppen wollte ist sie doch eine liebevolle Mama und so kann ich denn sicher und geborgen ausruhen.

 

 
 

 
     
     
     
       
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