| Kinder vor einem weihnachtlichen Schaufenster
So war es, wenn sie träumten, so wie dies, so still und fern und doch so seltsam nah. Nur dass der Traum sie allzu bald verliess, dies Holde aber ist noch immer da.
Ein Rad mit Flügeln hält sich in Bewegung, darunter zwei verzierte Kerzen glühen, und zwischen ihnen gleitet ohne Regung, ein Hirt im Kreis herum mit seinen Küh’n.
Der König Nussknacker, bereit zum Bisse, rollte seine Augen vor Begier und Groll. Und Puppen blicken gross ins Ungewisse Und lächeln um den Mund geheimnisvoll.
Und eine Brigg, die unter einer Wolke Von Goldlicht schweigend in die Ferne weht, ein Maat, der über dem Matrosenvolke mit seinem Fernrohr auf der Brücke steht,
und Harlekins an langen Flitterschnüren und Weihnachtskugeln, die den Schwebeglanz der Welt gespiegelt da – und dorthin führen, und oben her ein Engeltanz….
So war es manchmal, wenn sie träumten, auch Sie staunen sinnender in das Geblitz, als ahnten sie, dass immer doch der Hauch der Sehnsucht süsser ist als der Besitz.
Manfred Hausmann
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